Kochst du mit Leidenschaft und wärst gerne so gut ausgestattet wie ein Koch in einer Fünf-Sterne-Küche? Diese Köche verwenden beispielsweise Damastmesser, die so scharf sind, dass sie selbst ein feines Haar zertrennen können. Damit wird selbst die matschigste Tomate ohne Mühen geviertelt.

Mit unserem großen Damastmesser Test 2019 wollen wir dir dabei helfen, das für dich beste Damastmesser zu finden. Wir haben sowohl Damastmesser aus wildem Damast als auch aus industriellem Kernstahl miteinander verglichen und dir die jeweiligen Vor- sowie Nachteile dazu aufgelistet. Damit wollen wir dir die Kaufentscheidung so einfach wie möglich machen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Damast- beziehungsweise Damaszener-Messer bestehen aus Damaststahl, der für seine hohe Qualität, seine besondere Schärfe und seine überdurchschnittliche Stabilität bekannt ist.
  • Damastmesser besitzen eine dekorative Maserung, die als Alleinstellungsmerkmal gilt. Die Maserung kennzeichnet die überaus aufwendige Fertigung und spricht für die Qualität des Messers.
  • Damaststahl wurde früher vor allem in Schmuck und zur Fertigung erstklassiger Stichwaffen verwendet. Heute kommen Messer aus Damaststahl in erster Linie in der Küche zum Einsatz, denn sie erleichtern das Schneiden jeglicher Lebensmittel ungemein. Das Schneiden von Fleisch, Fisch, Gemüse, Brot und Co. wird zum regelrechten Genuss, denn hochwertige Damastmesser schneiden so exakt und fein, dass sich mit ihnen sogar ein Haar zertrennen lässt.

Damastmesser Test: Favoriten der Redaktion

Das beste Damastmesser mit Geschenkbox

Dieses Damastmesser eignet sich besonders gut als Geschenk, denn es wird in einer hübschen Geschenkbox aus Metall geliefert. Die Klinge besteht aus 67 Lagen Stahl und der Griff ist aus hochwertigem, weinroten Pakkawood gefertigt. Die Gesamtlänge des Messers beträgt 30,5 cm und die Klinge ist 17,5 cm lang.

Das Messer wiegt 185 g und hat eine hervorragende Klingenschärfe. Der VG-10-Stahlkern sorgt für Stabilität und die äußeren Schichten aus Damaszener-Stahl verleihen der Klinge Elastizität.

Die besten Damastmesser im Set mit Holzbox

Diese drei Damastmesser werden in einer hochwertigen und edlen Holzbox geliefert. Die Griffe bestehen ebenfalls aus Holz und die Klingen sind aus 67 Lagen eisengehärtetem Kohlenstoffstahl gefertigt. Der Härtegrad der Klingen beträgt 60±2HRC und sie bieten eine optimale Schärfe.

Das größte Messer hat eine Gesamtlänge von 30 cm und eine Klingenlänge von 17 cm, das mittlere ist 23,5 cm lang und hat eine Klinge mit 12 cm Länge und das kleinste Messer hat eine 8,5 cm lange Klinge und ist insgesamt 19,5 cm lang.

Die besten Damastmesser im vierer-Set

Dieses Damastmesser Set von Wakoli beinhaltet 4 sehr scharfe Messer aus hochwertigem Damaststahl, welcher aus 67 Lagen eisgehärtetem Kohlenstoffstahl besteht.

Jedes Messer hat eine einzigartige Maserung, welche typisch für Damastmesser ist. Das Set wird in einer edlen Box geliefert und eignet sich so auch prima zum Verschenken.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du ein Damastmesser kaufst

Was ist ein Damastmesser?

Damaszener Messer zeichnen sich in erster Linie durch ihr spezielles Herstellungsverfahren aus.

Die Klinge besteht aus „Damaszener Stahl“, was bedeutet, dass der verwendete Stahl mehrfach geschichtet und gefaltet wird. Dies geschieht meist um einen harten Kern, der aus starkem VG-10 Stahl oder einem vergleichbaren Material besteht.

Damastmesser sind in der Gastronomie und unter professionellen Köchen sehr verbreitet. Heutzutage werden sie auch von vielen Hobby-Köchen verwendet (Bildquelle: 123rf.com / 96476299)

Besonders ist, dass infolge der Überlagerung und des Ätzverfahrens ein wellenförmiges Muster zustande kommt. Dieses Wellenmuster gilt als Qualitätsmerkmal und beweist, dass es sich bei dem jeweiligen Messer tatsächlich um ein echtes Damaszener Messer handelt.

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Wusstest du, dass Damaststahl erst in den 70er Jahren in Europa bekannt wurde?

In Europa wurde Damaststahl nach dem zweiten Weltkrieg bekannt. In Japan machte man sich zur Aufgabe, ein multifunktionales Messer für jegliche Materialien herzustellen.

Vor allem bei Fleisch wurde dieses Messer schnell zum Spitzenkandidaten.

Worum handelt es sich bei Damaststahl?

Wie bereits erwähnt handelt es sich bei Damaststahl nicht etwa um eine chemisch eigenständige Stahlart, sondern lediglich um mehrfach gefalteten Stahl. Durch das Falten entsteht eine sehr langlebige, widerstandsfähige und gut schärfbare und infolgedessen auch sehr scharfe Klinge.

Damaststahl resultiert folglich aus mehrfachem Falten und Schmieden, wobei der Stahl beim Falten in der Mitte umgeknickt wird. So entstehen zwei Hälften, die wiederum miteinander verschmiedet werden. Je nach gewünschtem Endresultat kann der Vorgang beliebig oft wiederholt werden.

Wird Rohstahl einmal gefaltet, entstehen daraus zwei Lagen. Wird er nochmal gefaltet, resultieren daraus logischerweise vier Lagen. Bei jedem Falten verdoppelt sich die Anzahl der Lagen. Je mehr Lagen, desto besser, denn dies spricht für eine hohe Qualität und Langlebigkeit.

Ein Großteil der handelsüblichen Damaststähle besitzt 35 bis 512 Lagen. Welche Stahlsorte verwendet wird, ist nicht vorgeschrieben.

Oft werden zur Herstellung mehrere Stahlsorten verwendet und miteinander kombiniert, beispielsweise ein sehr harter und ein vergleichsweise eher weicher Stahl. Die Härte des Endprodukts hängt wiederum im Wesentlichem von der Temperatur beim Härten ab – Meistens beträgt sie um die 58 HRC.

Echter, traditioneller Damast besteht aus reinem Kohlenstoffstahl und besitzt die höchste Qualität, wird heutzutage aber nur noch selten angeboten.

Aufgrund seiner aufwändigen Produktion ist Damaststahl zudem seit jeher wesentlich teurer als einfacher Stahl. Heutzutage wird er meist maschinell geschmiedet und aus rostfreiem Stahl gefertigt.

Die kleinen, wellenförmigen Vertiefungen auf der Oberfläche resultieren aus dem Ätzverfahren mittels Säure, die Musterung des eigentlichen Stahls hängt hingegen von dem jeweiligen Schmiedeverfahren ab.

Für wen ist ein Damastmesser geeignet und benötigt man als Hobby-Koch unbedingt ein Damastmesser?

Da sich mit einem Damastmesser nahezu alles schneiden lässt, eignet sich diese Messerart hervorragend für Profi- und leidenschaftliche Hobby-Köche. Wenn du täglich kochst, kann ein gutes Damastmesser das Schneiden erheblich erleichtern, auch wenn du es als Hobby-Koch natürlich nicht zwangsläufig benötigst.

Zu beachten ist, dass es für unterschiedliche Lebensmittel auch unterschiedliche Damaszener Messer gibt. Für den tagtäglichen Gebrauch eignen sich universal einsetzbare Küchenmesser, die sich sowohl für das Schneiden von Fleisch und Fisch, als auch von Gemüse eignen.

Wenn du mit dem Messer überwiegend Fleisch schneiden möchtest, solltest du dir hingegen ein spezielles Fleischmesser aus Damast zulegen.

In der Regel besitzen sie einen Klingenlänge von 15 bis 20 cm und gestalten sich in ihrer Form etwas schmaler als universell einsetzbare, herkömmliche Küchenmesser. Das Fleisch kann dadurch sehr fein und klein geschnitten werden.

Fleisch kann mit einem Fleischmesser aus Damast somit problemlos in Scheiben und Stücke unterschiedlicher Dicke geschnitten werden. Zum Durchtrennen von Knorpeln und Knochen ist es hingegen nicht geeignet.

Zum Filetieren von Fisch gibt es wiederum spezielle Filetiermesser aus Damast, die immer dann zum Einsatz kommen, wenn das Fleisch von den Knochen, Knorpeln oder Gräten getrennt werden soll.

Anfänger und Hobby-Köche greifen am besten auf ein Filetiermesser mit einer Klingenlänge von etwa 20 cm zurück, denn mit dieser Länge kann vor allem zu Beginn optimal gearbeitet und geübt werden.

Neben Fleisch-, Filetier- und universal einsetzbaren Küchenmessern aus Damast gibt es außerdem Brotmesser, die sich perfekt dazu eigenen, Backwaren zu zerteilen und sauber zu schneiden.

Besonders ist, dass die Schneide nicht glatt, sondern wellig ist. Brotmesser eignen sich perfekt für den tagtäglichen Gebrauch. Speziell frisches Brot kann hiermit optimal geschnitten werden.

Ob und welches Damaszener Messer sich für dich eignet hängt somit im Wesentlichen davon ab, was du damit anstellen willst und wie oft du es benutzen willst. Isst du kaum Fleisch oder Fisch, benötigst du selbstverständlich kein Fleisch- oder Filetiermesser.

In dem Fall empfiehlt sich eher ein universell einsetzbares Küchenmesser aus Damast. Isst du tagtäglich Brot und möchtest das Messer ausschließlich dafür verwenden, kommt hingegen ein Brotmesser mit wellenförmiger Schneide infrage.

Hinweis: Auch Messer außerhalb der Küche können aus Damast-Stahl gefertigt sein!

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#damastmesser

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Wie viel kostet ein Damastmesser?

Damastmesser können einen sehr unterschiedlichen Preis haben. Während ein hochwertiges, von Hand hergestelltes Damastmesser sogar mehr als 600 Euro kosten kann, kriegt man ein günstiges Damastmesser bereits für um die 20 Euro. Aber woran liegt das?

Die große Preisspanne hat 3 Ursachen: Material, Herstellungsart und Namensmissbrauch.

Material

Wie bereits erwähnt besteht ein Damastmesser aus vielen Schichten von unterschiedlichem Stahl. Die Hochwertigkeit des benutzten Stahls beeinflusst dementsprechend den Preis. Bei günstigen Messern kannst du fast immer davon ausgehen, dass minderwertigeres Material verwendet wurde.

Herstellungsart

Damastmesser wurden traditionell mit Handarbeit hergestellt. Für diese traditionelle und aufwendige Form der Herstellung wirst du immer einen höheren Preiz zahlen müssen als für eine Maschinelle Herstellung.

Messer die mit Handarbeit erstellt wurden gibt es nur selten für unter 100€. Demnach kannst du bei günstigen Damastmessern immer von einer maschinellen Herstellung ausgehen.

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Wusstest du, dass Damaststahl-Messer bereits über 2500 Jahre alt sind ?

Bereits vor über 2500 Jahren wurden Messer aus Damaststahl in Japan hergestellt. Japan und viele andere Länder verwendeten Damaststahl für Waffen oder Verzierungselemente.

Namensmissbrauch

Da der Begriff „Damastmesser“ rechtlich nicht geschützt ist, wird er häufig missbraucht und bei Fälschungen verwendet. Die Fake-Dmastmesser bestehen im Kern aus einem billigen Stahl der mit einer gemusterten Lage überzogen wird um das Damastmuster nachzubilden.

Egal wie gut diese Messer im Endeffekt sind, sind sie keine Damastmesser. Beim Kauf von günstigen Damastmessern solltest du besonders aufpassen um kein gefälschtes Produkt zu erwerben.

Wo kann ich ein Damastmesser kaufen?

Damastmesser können sowohl online, als auch im Fachhandel gekauft werden. Preislich und hinsichtlich der Qualität kann es allerdings massive Unterschiede geben. Falls du noch nie ein Damastmesser in der Hand hattest, kann es natürlich von Vorteil sein, dich im Fachhandel beraten zu lassen.

In punkto Handling, Komfort und Qualität kannst du hier sofort sehen, was du kaufst. Nachteilig zu bewerten ist allerdings, dass Messer aus Damast im Fachhandel vor Ort oftmals teurer sind.

Entscheidest du dich gegen einen Besuch im Geschäft, solltest du vor Kauf des Messers darauf achten, dich ausreichend über dessen Eigenschaften und Qualität zu informieren. Nutze, wenn gegeben, bereits vorhandene Käufer-Bewertungen, um dir ein erstes Bild zu machen.

Beim Online-Kauf von Vorteil ist jedoch nicht nur der oftmals geringere Preis, sondern auch die wesentlich größere Auswahl.

Hierbei kann es beispielsweise nützlich sein, sich auf Amazon oder vergleichbaren Seiten die jeweiligen Bestseller anzusehen und eigenständig miteinander zu vergleichen.

Welche Damastmesser-Hersteller gibt es?

Wie bereits erwähnt ist der Name „Damastmesser“ nicht geschützt und kann für Fälschungen missbraucht werden. Damit du dir kein gefälschtes Damastmesser kaufst, stellen wir dir hier, drei der berühmtesten und besten Damastmesser-Hersteller näher vor.

Kai Shun

Die Kai Shun Damastmesser gehören zu den besten Messern der Welt und sind sehr beliebt in der Kochelite. Die Messer werden aus einem speziell entwickelten Damaszenerstahl mit 32 Lagen geschmiedet. Die innere Lage besteht aus VG Max Stahl, der die Klinge durch seine korrosionsbeständigkeit und extreme härte dauerhaft scharf hält.

Kasumi

Kasumi Damastmesser werden in der Sumikama Cutlery, einer der erfolgreichsten Messerschmieden in Japan, hergestellt.

Kasumi wird oft als der „Erfinder“ der Damast Küchenmesser genannt, da sie bei der Herstellung auf eine über 780 Jahre alte Tradition der Seki-Schwertschmiedekunst zurückgreifen. Die Damaszener werden aus hochwertigstem Material hergestellt und werden sowohl maschinell als auch handgefertigt angeboten.

Haiku

Genauso wie Kasumi Messer, werden auch Haiku Damastmesser in der Sumikama Cutlery in Japan produziert. Haikus glänzen vor Allem mit ihrer Rostfreiheit und ihrem einwandfreiem Material.

Die Firma wurde zwar erst 1989 gegründet und ist demnach im Vergleich zur Konkurrenz relativ neu, konnte allerdings bereits große Erfolge erzielen und Auszeichnungen abräumen. Auch bei den Profiköchen haben sich Haiku Damastmesser längst etabliert.

Wie schärfst du dein Damastmesser?

Möchtest du dein Messer selbst schärfen, verwende idealerweise Wetzsteine mit unterschiedlicher Körnung.

Mittels Steinen mit grober Körnung können gröbere Mängel behoben werden, beispielsweise eine leicht abgebrochene Klinge. Steine mit sehr feiner Körnung dienen hingegen ausschließlich dem regelmäßigen Schärfen und fördern die langfristige Schnitthaltigkeit des Messers.

Gehe dabei folgendermaßen vor:

  • Verwende für den ersten Durchgang einen Stein mit einer Körnung 400er bis 1000er Körnung, für das Nachpolieren einen Stein mit einer feineren 4000er bis 8000er Körnung.
  • Befeuchte die Steine vor Gebrauch mit Wasser. Am besten legst du sie etwa 30 Minuten in Wasser ein, damit sie sich vollsaugen, denn während des Schleifens sollte stets ein leichter Wasserfilm vorhanden sein.
  • Die meisten Klingen werden in einem Winkel von 15 bis 20 Grad zugeschliffen, weshalb du diesen Winkel auch beim Nachschleifen möglichst einhalten solltest.
  • Schleife das Messer in einer Bogenbewegung über den gröberen Schleifstein. Führe die Bewegung mehrere male aus, drehe das Messer anschließend um und wiederhole den Vorgang.
  • Poliere das Messer abschließend, indem du es in in der selben Bewegung über den feineren, ebenfalls feuchten Schein schleifst.

Welche Alternativen gibt es zum Damastmesser?

Damastmesser sind mit kaum einer anderen Messerart zu vergleichen und hinsichtlich ihrer Schärfe nicht zu übertreffen. Entsprechend hoch gestaltet sich auch der Preis und nicht jeder kann sich ein Messer aus Damast leisten.

Alternativ kann auf Keramik– oder Edelstahlmesser zurückgegriffen werden, da diese für gewöhnlich auch eine sehr scharfe Klinge besitzen. Nachteilig zu bewerten ist, dass Messer aus Keramik oder Edelstahl im Vergleich zu Damastmessern meist längst nicht so langlebig sind und nicht alles schneiden.

Entscheidung: Welche Arten von Damastmessern gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich kann zwischen vier verschiedenen Typen beziehungsweise Arten von Damastmessern unterschieden werden:

  • Damaszener Messer aus wildem Damast
  • Damaszener Messer aus industriellem Kernstahl

Worum handelt es sich bei Damaszener Messer aus wildem Damast und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Bei der Herstellung von Damaszener Messern aus wildem Damast werden Lagen aus hartem und zähen Stahl verwendet, welche bereits im Vorfeld übereinander gelegt und feuerverschweißt werden.

Solcherlei Messer entstehen in vollständiger Handarbeit, woraus der „wilde“, optisch unregelmäßige Damast entsteht.

Die Klinge ist folglich kernlos, da im Herstellungsprozess einfach zwei verschiedene Stahlsorten miteinander verschmiedet werden. Im Schnitt besitzen Messer aus wildem Damast etwa 60 bis 70 Schichten, sehr gute Messer sogar zwischen 250 und 300.

Durch das Vereinen der unterschiedlichen Stahlsorten und das Schichten werden die unterschiedlichen Eigenschaften der jeweiligen Stahlsorten ideal miteinander kombiniert.

Vorteile
  • Extrem hochwertige Qualität
  • Vollständige Handarbeit
  • Jedes Messer ist ein Unikat
Nachteile
  • Extrem teuer
  • Schwer zu bekommen

Bei wildem Damast trifft somit extreme Robustheit auf Flexibilität. Da sich das Herstellungsverfahren sehr aufwändig gestaltet, ist der Kreis der Firmen, die solcherlei Messer anbieten, heutzutage sehr überschaubar.

Zu den bekanntesten Herstellern zählen unter anderen Hennicke, Mazami Azai und Balbach.

Besonders ist, dass jedes Damaszener Messer aus wildem Damast ein absolutes Unikat ist und seine ganz eigene Note besitzt.

Dies unterscheidet Damaszener Messer aus wildem Damast von Damaszener Messern aus industriellem Stahl, hat aber auch seinen Preis.

Handgefertigte Damastmesser aus wildem Damast kosten meist 1.000 Euro aufwärts, weshalb sie für die große Masse in der Regel nicht erschwinglich sind.

Worum handelt es sich bei Damaszener Messer aus industriellem Kernstahl und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Damaszener Messer aus industriellem Kernstahl sind wesentlich günstiger als Messer aus wildem Damast, weshalb sie für den etwas schmaleren Geldbeutel eine gute Alternative darstellen.

Industriell gefertigte Damastmesser zeichnen sich dadurch aus, dass sie aus einem festen Kern aus Stahl bestehen, um den eine Ummantelung aus Damast geschmiedet wird.

Oft wird nur eine einzige zusätzliche Lage aufgebracht. In dem Fall spricht man von dreilagigem Stahl, womit der Kern aus Stahl plus eine Lage links und eine Lage rechts gemeint ist.

Vorteile
  • Meist gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • Solide Modelle auf dem Markt
  • Oft gute Qualität
Nachteile
  • Optik weniger beeindruckend
  • Keine Unikate
  • Industriell gefertigt

Beim Herstellungsprozess werden beide Lagen miteinander verbunden. Trotz der wenigen Lagen sind diese Messer ebenso sehr scharf, wenn auch optisch nicht so ansprechend wie Mehrlagen-Stahl-Varianten, bei denen die typische Damast-Ätzung aufgrund der vielen Lagen wesentlich faszinierender und ästhetischer aussieht.

Im Vergleich zu den traditionellen Messern aus wildem Damast besitzen industriell gefertigte Damastmesser eine weniger beeindruckende Optik und Qualität, tun in der Küche aber auch ihren Zweck und sind dennoch sehr scharf. Gute, scharfe Damastmesser aus industriellem Stahl gibt es mittlerweile bereits ab etwa 120 Euro.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Damastmesser vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Damaszener Messer vergleichen und bewerten kannst.

Dadurch wird dir die Entscheidung leichter fallen, ob sich ein bestimmtes Damastmesser für dich eignet oder nicht.

Möchtest du dir ein gutes Damastermesser kaufen, dass seinem Namen auch gerecht wird, solltest du auf verschiedene Kriterien achten. Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Klingenlänge
  • Härte und Schärfe
  • Material
  • Verarbeitung
  • Maserung
  • Art und Form des Griffs
  • Hersteller

Klingenlänge

Jedes Messer ist einzigartig und unterscheidet sich je nach individuellem Einsatzgebiet. Im Falle von Damastermessern kann die Klingenlänge stark variieren. Falls du ein zuverlässiges, langlebiges und handliches Messer für den alltäglichen Gebrauch in der Küche suchst, genügt eine Klingenlänge von 17 bis 18 cm.

Hast du sehr kleine Hände, eignen sich generell eher Messer unter 20 cm, den größere könnten dir schwer in der Hand liegen.

Das Schneiden fällt wesentlich schwerer, da zu viel Kraft für das richtige Halten des Messers aufgewendet werden muss. Hast du hingegen viel Kraft und größere Hände, kannst du gern auch ein größeres Messer wählen.

Härte und Schärfe

Um die Schärfe eines Damastmessers zu beurteilen, muss lediglich festgestellt werden, ob es sich tatsächlich um ein Messer aus Damast handelt.

Damaszener Messer, egal ob industriell oder per Hand gefertigt, zeichnen sich ausnahmslos durch ihre überdurchschnittliche Schärfe aus. Eine außergewöhnliche Schärfe wird vor allem durch die Verwendung von Panzerstahl erreicht.

Neben der Schärfe, die eigentlich alle Damastmesser gemeinsam haben, zeichnet sich ein gutes Messer aus Damast jedoch auch durch seine Härte aus.

Üblich ist eine Klingenhärte zwischen 52 und 64 HRC, wobei härter Messer zu bevorzugen sind, insofern du nicht allzu oft nachschärfen möchtest. Weiche Klingen zwischen 52 und 53 HRC bringen allerdings den Vorteil mit sich, dass die Klingen flexibler oder dicker sind.

Material

Die Klinge des Messers kann aus wildem oder aus industriell gefertigtem Damast bestehen. Messer aus wildem Damast zeichnen sich durch ihre vielen Lagen aus, die in einem aufwendigen verfahren per Hand miteinander verschmiedet wurde.

Je mehr Schichten, desto hochwertiger, stabiler und langlebiger ist das Messer, allerdings in der Anschaffung oftmals auch viel preisintensiver.

Verarbeitung

Egal für welche Aufgabe du ein Damastmesser brauchst, die Verarbeitung wird immer eine wichtige Rolle bei deiner Kaufentscheidung spielen.

Entscheidend ist, dass das Messer keine Kanten, Ecken oder Rillen aufweist und eine komplett glatte Oberfläche hat, damit sich keine Schmutz- oder Essensreste darin verfangen können.

Ein weiteres Merkmal für gute Verarbeitung ist die Balance des Messers. Wenn das Verhältnis zwischen Klinge und Griff stimmt, liegt das Messer nicht nur besser in der Hand, sondern verbraucht bei dauerhaftem Benutzen auch weniger Kraft.

Damastmesser eignen sich perfekt für das Schneiden von nahezu allen Lebensmittel – auch Steaks lassen sich damit sehr gut zerteilen. (Bildquelle 123rf.com / 48231704)

Maserung

Die typische Maserung stellt das Herzstück eines jeden Damastmessers dar und macht es optisch zu einem echten Hingucker.

Die Maserung kann sich von Messer zu Messer unterschieden und hängt im Wesentlichen vom Herstellungsverfahren ab. Sie kann die Form von Wellen, Bändern, Pyramiden oder gar Rosenblüten annehmen, was Messer aus Damast nicht nur zu einem praktischen Haushaltsgerät, sondern auch zu einem ästhetischen Highlight macht.

Art und Form des Griffs

Damit es beim Gebrauch des extrem scharfen Messers nicht zu Unfällen kommt, ist es ungemein wichtig, ein Messer mit einem möglichst ergonomisch geformten, handlichen und rutschfesten Griff zu wählen.

Das Material des Griffes ist eher zweitrangig, insofern der Griff gut und stabil in der Hand liegt. Hast du kleine Hände, solltest du ein Messer mit einem kürzeren Griff wählen. Hast du hingegen größere Hände, kommt selbstverständlich nur ein längerer Griff infrage, denn ein zu kurzer könnte bei Gebrauch leicht aus der Hand rutschen.

Hersteller

Mittlerweile gibt es unzählige Hersteller, die Messer aus Damast anbieten. Zwischen den einzelnen Herstellern werden Unterschiede vor allem in Preis und Qualität deutlich.

Ein gute Wahl sind stets Messer, die von etablierten, mehrfach getesteten oder gar ausgezeichneten Herstellern stammen. Dazu zählen unter anderem Nesmusk, Nakiri, WMF und Wakoli.

Trivia: Wissenswerte Fakten zum Thema Damastmesser

Woraus ein Damastmesser besteht, wie es hergestellt wird und worauf beim Kauf zu achten ist, haben wir bereits an vorangegangener Stelle ausführlich beantwortet. Was es bei der Pflege und beim Schärfen zu beachten gibt, erfährst du hier.

Wie oft sollte ich mein Damastmesser schleifen?

Trotz seiner enormen Robustheit und Schärfe muss auch ein Messer aus Damast regelmäßig geschliffen werden.

Dein Damastmesser kannst du entweder professionell, oder aber aus eigener Hand schleifen.

Um die Schärfe des Messers möglichst lang zu erhalten, solltest du es etwa einmal im Monat schleifen.

Um die Schärfe des Messers möglichst lang zu erhalten, empfiehlt es sich außerdem, ausschließlich auf geeigneten Untergründen zu schneiden. Verwende keine Unterlagen aus Glas, Metall oder Stein, sondern lieber aus Holz oder Kunststoff.

Wie du dein Damastmesser am Besten schleifst, haben wir bereits im Ratgeber erklärt. Im folgender Tabelle möchten wir nochmals die Schliffe und Körnungen vorstellen.

Schliff Beschreibung Schleifstein-Körnung
Grobschliff Der Grobschliff kommt bei stumpfe Messern sowie für Reparaturen von Messern mit Ausbrüchen zum Einsatz ca. 200 – 400
Hauptschliff Dieser Schliff hat den Zweck, eine gewisse Gebrauchsschärfe des Messers zu gewährleisten ca. 800 – 1000
Feinschliff Der Feinschliff gilt als optionaler Schliff und wird nach dem Hauptschliff durchgeführt. Er dient der Verlängerung der Schärfedauer und wirkt somit der Notwendigkeit eines all zu baldigem Schärfen des Messers entgegen ca. 3000 – 4000
Feinstschliff Durch den Feinstschliff werden die Messer mit Wassersteinen sehr feiner Körnung geschliffen. Auch dieser Schliff könnte als optionaler Schritt geltend gemacht werden, da das Messer eine so extreme Schärfe erreicht, dass die Notwendigkeit für den normalen Gebrauch in Frage gestellt werden muss ca. 6000 – 10000

Wie reinige ich mein Damastmesser?

Damastmesser sollten stets per Hand gereinigt werden, eine Reinigung im Geschirrspüler solltest du unbedingt vermeiden.

Um dein Messer lange scharf, robust und auch optisch schön zu halten, empfiehlt es sich, es immer gleich nach dem Gebrauch zu reinigen.

Verwende hierzu ein möglichst mildes, natürliches und pflegendes Spülmittel. Verzichte hingegen auf aggressive Chemikalien, Salze und hohe Hitze, da dies dem Messer schaden kann.

Wie pflege ich ein Damastmesser?

Messer aus Damast haben fantastische Eigenschaften, sind aber auch pflegebedürftig. Zur Pflege von Damastmessern raten wir zur Verwendung von Kamelienöl.

Es ist frei von Säuren und deshalb perfekt dafür geeignet. Einölen kannst du deine Damastmesser zum Beispiel kurz vor einer Reise oder einem Urlaub. In der Zeit kann das Messer die besten Eigenschaften des Öls aufnehmen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.knivesandtools.de/de/ct/wie-oft-mussen-messer-geschliffen-werden.htm

[2] Gunther Löbach, „Damaszenerstahl: Theorie und Praxis“

Bildquelle: unsplash.com / Jonathan Pielmayer

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