Einhandmesser

Willkommen bei unserem großen Einhandmesser Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Einhandmesser. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, das für dich beste Einhandmesser zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir ein Einhandmesser kaufen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Diese Taschenmesser sind empfehlenswert, wenn du dein Messer unkompliziert mit nur einer Hand öffnen willst.
  • Das Führen von Einhandmessern in der Öffentlichkeit ist nur eingeschränkt erlaubt. Qualitative gute Einhandmesser kannst du schon ab 30 Euro erwerben.
  • Vor dem Kauf solltest du nicht nur den Härtegrad, die Form und den Schliff der Klinge, sondern auch die Verarbeitungsqualität des Griffs berücksichtigen.

Einhandmesser: Favoriten der Redaktion

Das beste Einhandmesser mit Multifunktionsklinge

Dieses Einhandmesser von Wolfgangs besitzt eine Multifunktionsklinge mit verschiedenen Einkerbungen und lässt sich ausklappen. Es wird versichert, dass sich das Messer auch einfach mit einer Hand aus- und wieder einklappen lässt.

Kunden sind nicht nur überzeugt vom schnellen Versand, sondern auch über die Qualität, die dieses Einhandmesser bietet. Viele sind vor allem auch begeistert von der guten Qualität des Messers aufgrund des moderaten Preises.

Das beste Einhandmesser mit Gürteltasche

Das Walther Black Tac Knife ist ein einfaches Messer für einen günstigen Preis. Mit einer Klinge aus rostfreiem Edelstahl, einem Glasbrecher und der gebotenen Robustheit überzeugt das Einhandmesser auf ganzer Linie. Das Design ist von Militärmessern beeinflusst, dies spiegelt sich auch im Namen wieder, denn das Tac steht für „tactical“.

Redaktionelle Einschätzung
Das Black Tac Knife wird mit einer Klinge aus 440er Edelstahl angeboten. Eine derartige Klinge rostet nicht und kann in Bezug auf die Schärfe und Schnitthaltigkeit im guten Mittelfeld verortet werden. Das Einhandmesser mit einem Flipper als Öffnungshilfe besitzt eine Spear-Point-Klinge, auch wenn dies durch die wuchtige Bauweise weniger auffällt. Die Klinge wird mit einem halben Wellschliff angefertigt und ist somit für viele Arbeiten geeignet.

Das Walther Black Tac Knife verfügt neben der Klinge noch über einen integrierten Glasbrecher. Dieser befindet sich am unteren Ende des Griffs. Dadurch kann das Messer gut angefasst werden, sollte es im Notfall nötig sein eine Scheibe durchzuschlagen.

Das Einhandmesser verfügt über einen Sicherungsmechanismus. Durch eine liner-lock-Verriegelung kann die Klinge sicher arretiert werden. Liner-lock bedeutet, dass sich im Inneren des Griffs eine Feder befindet, die das Messer im aufgeklapptem Zustand sichert.

Das Design des Black Tac Knife ist stark an den militärischen Bereich angelehnt. Deshalb ist die Klinge, ebenso wie der Griff, schwarz beschichtet. Der Griff ist aus Metall gefertigt und sorgt für eine wuchtige Erscheinung des Messers.

Kundenbewertungen
Bei amazon.de bewerten 84% aller Käufer das Messer positiv. Auffällig ist, dass hier sogar 67% aller Nutzer die Bestnote vergeben. Die anderen 17% schätzen die Güte des Produkts mit vier Sternen ein.

Das Black Tac Knife überzeugt die Kunden vor allem aufgrund seines geringen Preises und die dafür gebotene Qualität. Auch nach dem regelmäßigem Gebrauch ist die Klinge noch scharf und weiterhin verwendbar. Dieses Einhandmesser überzeugt vor allem wegen seines Preis-Leistungsverhältnisses.

Viele Nutzer, die das Black Tas Knife für handwerkliche Arbeiten benutzen, loben das Messer für seine Robustheit und das Gewicht. Diese beiden Punkte zusammen genommen erlauben schwere Arbeiten. Obwohl das Messer relativ schwer ist, ist es gut ausbalanciert und lässt sich gut führen.

Die restlichen 16% der Käufer bewerten das Black Tac Knife als neutral oder negativ. Hierbei ist zu beachten, dass 10% aller Kunden das Produkt als negativ bewerten, was einem soliden Wert entspricht.

Für manche Kunden stellt die robuste Gestaltung des Einhandmessers einen entscheidenden Nachteil dar. Die wuchtige Bauweise und das relativ hohe Gewicht sorgen dafür, dass das Black Tac Knife eher nicht für filigrane Arbeiten geeignet ist.

Darüber hinaus bemängeln einige Kunden, dass die Beschichtung des Griffs und der Klinge bei regelmäßigem Gebrauch abblättert. Der Befestigungsclip ist für Rechtshändern schlecht positioniert, da er dort liegt, wo die Fingerspitzen den Griff umschließen sollten. Dadurch kann das Messer weniger angenehm gehalten werden.

“FAQ”
Kann das Black Tac Knife rosten?

Das Messer ist aus beschichtetem Edelstahl gefertigt und rostet im Normalfall nicht.

Ist eine Tasche im Lieferumfang enthalten?

Ja. Zusätzlich zu dem Einhandmesser wird eine Walther Gürteltasche geliefert.

Kann das Messer mit einer Hand geöffnet werden?

Ja. Das Black Tac Knife ist ein Einhandmesser.

Können damit Glasscheiben eingeschlagen werden?

Ja. Am unteren Ende des Griffs befindet sich ein Glasbrecher, mit dem im Notfall Scheiben eingeschlagen werden können.

Hat das Black Tac Knife einen Clip zum Befestigen an der Hosentasche?

Ja. Ein solcher Clip ist an dem Messer angebracht.

Das beste Einhandmesser mit 8,4cm Klingenlänge

Das imrusam Einhandmesser wird vom Hersteller als sehr gutes Messer beschrieben, das vor allem den hohen Härtegrad von 57 HRC erreicht. Die Gesamtlänge des Messers beträgt im offenen Zustand 20cm und im geschlossenen 11,1cm. Die Klinge an sich ist 8,4cm lang und 2,5mm dick.

Kunden, die das Messer bereits erworben haben sind sehr zufrieden mit der Qualität, die dieses eher kleinere Messer mit sich bringt. Auch die Verarbeitung und Schärfe des Produktes wird gelobt.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du ein Einhandmesser kaufst

Für wen eignen sich Einhandmesser?

Egal ob für Handwerker, Bastler oder „Naturburschen“ – Einhandmesser sind einfach zu öffnen. Deswegen bieten sie sich für alle Menschen an, die Wert auf ein unkompliziertes Öffnen des Messers legen.

Wenn du nur eine Hand nutzen kannst, erzeugt der Versuch, ein gewöhnliches Klappmesser zu öffnen, meist Verzweiflung. Der Vorgang ist entweder nicht ausführbar oder mit einem Risiko verbunden, da die Klinge direkt angefasst werden muss. Mit einem Einhandmesser bist du in so einem Fall besser bedient und verminderst dein Verletzungsrisiko.

Rechtliche Lage

Der Kauf und Besitz von Einhandmessern ist in Deutschland erlaubt. Jedoch ist das Führen in der Öffentlichkeit reglementiert.

Im §42a des Waffengesetzes steht, dass das Führen von einhändig öffenbaren Messern mit feststehender Klinge nur bei berechtigtem Interesse erlaubt sei.

Da die Regelungen zur Ausnahme vage formuliert sind, können sie unterschiedlich ausgelegt werden. Wenn du auf keinen Fall mit dem Gesetz in Konflikt treten willst, raten wir dir eher zum Kauf eines Klappmessers. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dein Einhandmesser so zu modifizieren, dass beide Hände zum Öffnen benötigt werden.

Dies kann zum Beispiel durch das Entfernen des Öffnungspins geschehen. Da das Messer dadurch aber seiner eigentlichen Funktion beraubt wird, ist dieser Vorgang wenig sinnvoll. Eine Ausnahme besteht, wenn dir das Design des Messers so gut gefällt, dass du auf das einhändige Öffnen verzichten kannst.

Wie viel kosten Einhandmesser?

Die Preise sind vor allem von deinen Ansprüchen an das Messer abhängig. Qualitativ gute Einhandmesser kannst du schon ab circa 30 Euro erwerben.

Qualität des Einhandmessers Preis
einfache Einhandmesser ab rund 20 €
mittelklassige Einhandmesser ab rund 35 €
hochwertige Einhandmesser ab rund 80 €

Im untersten Bereich bis 30 Euro findest du Messer, deren Qualität nicht immer einwandfrei ist. Wenn du das Messer weniger häufig brauchst, können sie deinen Ansprüchen dennoch genügen.

Falls du ein Einhandmesser für regelmäßige Anwendungen benötigst, solltest du in der Kategorie zwischen 30 und 100 Euro suchen. In diesem Segment findest du qualitativ bessere Messer mit höherer Lebensdauer. Sie können deshalb ein verlässlicher Begleiter im Alltag sein.

Wenn deine Ansprüche an das Messer sehr hoch sind und du es stark beanspruchst, solltest du eher über 100 Euro investieren. In diesem Segment finden sich auch Sammlerobjekte, deren Preise keine Begrenzung nach oben kennen.

Zwischen Preis und Qualität gibt es einen deutlichen Zusammenhang. Es lohnt sich, mehr Geld auszugeben.

Entscheidung: Welche Arten von Einhandmessern gibt es und welches ist das richtige für dich?

Grundsätzlich werden Einhandmesser nach Verschlussmechanismen unterschieden. Dabei gibt es fünf verschiedene Arten:

  • Slipjoint-Einhandmesser
  • Linerlock-Einhandmesser
  • Framelock-Einhandmesser
  • Lockback-Einhandmesser
  • Axislock-Einhandmesser

Der Verschlussmechanismus ist dafür gedacht, die Klinge mit nur einer Hand öffnen und schließen zu können. Das Messer muss also leicht bedienbar sein, aber die Klinge auch in geöffnetem Zustand sicher fixierbar sein.

In folgender Tabelle stellen wir die Mechanismen kurz vor:

Verschlussmechanismus Öffnen und Schließen
Slipjoint-Einhandmesser Eine Feder hält die Klinge offen, keine mechanische Verriegelung, relativ leichtes ungewolltes Einklappen
Linerlock-Einhandmesser Stahlblattfeder neben der Klinge, die ein ungewolltes Einklappen des Messers verhindern soll, zum Einklappen muss die Feder zur Seite gedrückt werden
Framelock-Einhandmesser Ähnlich dem Linelock-Messer, aber eine Seite des Griffes besteht aus der Feder, gut verriegelte Klinge
Lockback-Einhandmesser Einhändiges Öffnen erfordert Übung, lässt sich durch einen Hebelmechanismus öffnen und schließen, sehr sicher
Axislock-Einhandmesser Die Klinge wird von einem Bolzen gehalten, der mit der Feder verbunden ist, zum Einklappen muss der Bolzen zurückgezogen werden, sehr stabil

Im Folgenden möchten wir nochmals etwas näher auf die unterschiedlichen Arten eingehen sowie ihre Vor- und Nachteile etwas genauer erläutern.

Wie funktioniert ein Slipjoint-Einhandmesser und worin liegen dessen Vorteile und Nachteile?

Den Slipjoint-Verschluss kennt man vom klassischen Taschenmesser. Hierbei hält eine Feder die Klinge offen. Zum Schließen des Messers muss diese mit etwas mehr Kraft nach unten gedrückt werden. Es gibt also nicht, wie bei anderen Varianten, eine mechanische Verriegelung, die die Klinge im geöffneten Zustand festhält.

Das Messer lässt sich dadurch vergleichsweise schnell und einfach einklappen. Dadurch ist es leicht bedienbar und perfekt für eine Hand geeignet, andererseits ist es dadurch auch nicht sehr widerstandsfähig. Bei schwungvollem oder sehr kräftigen Arbeiten kann es daher passieren, dass die Klinge ungewollt einklappt. Dadurch wird das Verletzungsrisiko erhöht.

Vorteile
  • Einfache Bedienung
Nachteile
  • Sehr unsicher
  • Klinge nicht fixiert

Wie funktioniert ein Linerlock-Einhandmesser und worin liegen dessen Vorteile und Nachteile?

Der am weitesten verbreitete Verschluss für Einhandmesser ist das Linerlock. Hierbei befindet sich längs neben der Klinge eine Stahlblattfeder. Wenn das Messer geschlossen ist, wir diese von der Klinge zur Seite gedrückt. Beim Ausklappen springt die Feder in die Mitte und die Klinge wird arretiert und kann nicht mehr eingeklappt werden.

Um das Messer zu schließen, muss die Feder mit dem Daumen zur Seite gedrückt und die Klinge mit dem Zeigefinger nach unten geschoben werden. Linkshänder brauchen ein eigenes Messer, bei dem die Feder auf der anderen Seite montiert werden muss.

Die Sicherheit hängt stark von der Qualität und der Verarbeitung ab. Bei billigen Messern besteht auch hier eine Verletzungsgefahr, wenn sich das Messer ungewollt einklappt. Außerdem kann sich Dreck im Zwischenraum der Feder sammeln, der das Einklappen verhindert.

Vorteile
  • Klinge sicher verriegelt
Nachteile
  • Umständliche Reinigung
  • Verkantet leicht

Wie funktioniert ein Framelock-Einhandmesser und worin liegen dessen Vorteile und Nachteile?

Das Framelock ist dem Linerlock sehr ähnlich, unterscheidet sich aber in einem Punkt von der Verschlussart. Hier ist eine Seite des Griffes selbst die Feder. Dadurch ist die Feder in der Regel dicker, was wiederum für mehr Sicherheit sorgt und die Klinge besser verriegelt.

Außerdem kann sich hierdurch weniger Dreck an der Feder sammeln, der das Entriegeln verhindern könnte. Es besteht allerdings die Gefahr, dass sich die Klinge versehentlich lösen könnte. In der Handhabung ist es mit dem Linerlock identisch und auch hiervon gibt es eine eigene Ausführung für Linkshänder.

Vorteile
  • Sehr sicher
  • Einfache Reinigung der Mechanik
Nachteile
  • Feder kann sich leichter lösen

Wie funktioniert ein Lockback-Einhandmesser und worin liegen dessen Vorteile und Nachteile?

Lockbackverschlüsse sind häufiger an Zweihandmessern zu finden, weil ein einhändiges Öffnen hierbei meist sehr viel Übung erfordert. Beim Öffnen hakt sich ein kleiner Hammer hinter die Klinge und verriegelt diese. Geschlossen werden kann das Messer, indem man einen Hebel am Messerrücken drückt.

Da der Hebel häufig sehr weit hinten sitzt, ist es schwierig, das Messer mit nur einer Hand zu bedienen. Bei längeren Klingen ist das so gut wie gar nicht möglich. Allerdings gibt es auch neuere Varianten, bei denen die Entriegelung weiter vorne angebracht ist.

Vorteile
  • Sehr sicher
  • Geringe Verletzungsgefahr
Nachteile
  • Schwierige Bedienung

Wie funktioniert ein Axislock-Einhandmesser und worin liegen dessen Vorteile und Nachteile?

Einhandmesser mit Axislock sind sehr stabil. Die Klinge wird hier von einem Bolzen gehalten. Dieser ist mit einer Feder verbunden. Beim Aufklappen schiebt er sich über einen Teil der Klinge und fixiert diese.

Um das Klappmesser wieder zu schließen, wird der Bolzen mit dem Daumen zurückgezogen und der Zeigefinder kann die Klinge einfach nach unten drücken. Diese Verriegelung ist sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder geeignet.

Vorteile
  • Für Linkshänder geeignet
  • Sehr Stabil
Nachteile
  • Relativ teuer

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Einhandmesser vergleichen und bewerten

Im Folgenden zeigen wir dir, anhand welcher Kriterien du Einhandmesser gut vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es für dich leichter, einen Überblick zu bekommen und dich für ein passendes Einhandmesser zu entscheiden.

Zusammgefasst handelt es sich dabei um folgende Kriterien:

  • Klinge
    • Härtegrad
    • Klingenform
    • Schliffart
  • Funktionen
  • Sicherung
  • Griff

Nachfolgend kannst du lesen, was es mit den jeweiligen Kriterien auf sich hat und erfährst, weshalb es für dich sinnvoll ist ein Einhandmesser unter diesen Gesichtspunkten zu erwerben oder eben nicht.

Einhandmesser Knife

Auf der Straße verboten: Einhandmesser. Nach der Verschwärfung des Waffengesetzes im Jahr 2009, ist in Deutschland das Führen von Einhandmessern mit einer Klinge, die länger ist, als 12cm, verboten. Das gilt auch für Klappmesser, die einhändig ausklappbar sind. (Bildquelle:jackthetop / pixabay.com)

Klinge

Die Klinge ist der wichtigste Punkt an deinem Messer. Von ihr hängt deine Zufriedenheit mit dem Messer maßgeblich ab.

Bei allen vorgestellten Fertigungsarten gibt es Vor- und Nachteile. Diese fallen, je nachdem wie du das Messer verwendest, mehr oder weniger schwer ins Gewicht. Überlege dir daher genau, wozu du dein Einhandmesser einsetzen willst.

Der Klingenstahl sollte rostfrei sein. Das ist bei Feuchtigkeit sehr wichtig.

Härtegrad

Die meisten Klingen sind entweder aus Edelstahl oder Carbonstahl. Edelstahl rostet nicht und hat somit eine längere Lebensdauer. Dahingegen ist Carbonstahl zwar anfälliger für Rost, kann aber schärfer geschliffen werden.

Der Härtegrad nach Rockwell (HRC) beschreibt die Härte der Klinge und ist ein Punkt, den du ebenfalls beachten solltest. Eine Orientierungshilfe ist ein Wert zwischen 58 HRC und 64 HRC. Eine Klinge dieser Härte behält lange ihre Schärfe und ist nicht zu spröde.

Klingenform

Auch wenn es bei jeder Klingenform typische Vorteile gibt, ist sie ein ästhetischer Faktor. Denn bei der gewöhnlichen Anwendung im Alltag sind die Vor- und Nachteile weniger ausschlaggebend. Die klassische Form ist eine Klinge mit geradem Rücken.

Daneben gibt es Clip-Point-Klingen, deren Schneide leicht abfallend zur Spitze hin verläuft. Solche Klingen ermöglichen eine einfache Kontrolle aufgrund der nach unten versetzten Spitze.

Bei Drop-Point-Klingen ist die Spitze weniger scharf als bei anderen Klingenformen. Jedoch ist die Klinge sehr robust. Die Spear-Point-Klinge ist eine modifizierte Drop-Point-Klinge, die symmetrisch zur Spitze hin zuläuft.

Schliffart

Es gibt verschiedene Schliffarten für die Klinge. Wenn du dein Messer für keine ausgefallenen Arbeiten nutzen willst, empfehlen wir dir eine glatte Klinge.

Ein Messer mit glatter Klinge ist leicht zu kontrollieren und einfach nachzuschleifen. Geradliniges Schneiden ist mit einer solchen Klinge gut auszuführen. Bei Sägebewegungen und sehr harten Materialien stößt eine glatte Klinge jedoch schnell an ihre Grenzen.

Leonhard UllrichIngenieur, Blogger

Wenn du ein Einhandmesser nachschleifen möchtest, kann ich dir empfehlen die Schneidfläche der Klinge mit einem schwarzen Marker nachzufahren.

Während des Schleifprozesses wird nach und nach die schwarze Farbe abgetragen. So kannst du sehen, wo du bereits ausreichend geschliffen hast und wo du noch einmal drüber solltest.

(Quelle: messer-machen.de)

Bei Messern mit Wellenschliff kann hoher Druck erzeugt werden. Deshalb sind sie für die Bearbeitung von harten Materialien gut geeignet. Es ist allerdings schwierig sie erneut zu schärfen.

Bei Klingen mit halbem Wellenschliff werden die Vorteile der beiden anderen Schliffarten kombiniert. Der untere Teil einer solchen Klinge ist wellig und der obere Teil bis zur Spitze ist glatt geschliffen. Diese Kombination ist dann sinnvoll, wenn du beispielsweise neben dem Schnitzen auch Seile einfach und schnell durchtrennen willst. Allerdings ist es ebenfalls schwierig, diese Klinge nachzuschärfen.

Bei einer Klinge mit halbem Wellenschliff sind sowohl ein glatter Teil als auch ein Teil mit Wellenschliff vorhanden. (Bildquelle: pixabay.com / Momentmal)

Funktionen

Überlege dir, für welche Aufgaben du dein Messer brauchst, und wähle danach aus.

Viele Einhandmesser haben nur eine Klinge zum Schneiden und Schnitzen. Allerdings gibt es auch Einhandmesser mit zusätzlichen Funktionen. Hier sind vor allem Rettungsmesser zu nennen, bei denen oftmals zusätzlich zur Klinge noch Gurtschneider oder Glasbrecher integriert sind.

foco

Wusstest du, dass Einhandmesser entwickelt wurden, damit auch Behinderte und Kriegsversehrte ein Taschenmesser verwenden können?

Die Möglichkeit ein Taschenmesser mit nur einer Hand öffnen zu können ermöglicht es, behinderten oder verletzten Personen ein solches Messer nutzen zu können. Im Gegensatz dazu benötigt man für herkömmliche Taschenmesser beide Hände.

Sicherung

Die meisten der Einhandmesser verfügen über einen Sicherungsmechanismus und schützen dich so vor Verletzungen.

Durch den Sicherungsmechanismus können die Messer nicht unbeabsichtigt zuklappen. Das Messer muss erst entriegelt werden, damit es eingeklappt werden kann. Beachte allerdings, dass die Einhandmesser mit Arretierung unter den §42a des Waffengesetzes fallen.

Griff

Der Griff und das Material der Griffschale stellen hauptsächlich einen ästhetischen Faktor am Messer dar. Je nachdem in welchem Stil das Messer gefertigt wird, werden unterschiedliche Materialien verwendet.

Werde dir deiner Vorlieben bewusst und wähle dein Messer danach aus. Manche Einhandmesser bleiben eher in der klassischen Linie der Jagdmesser und haben Griffschalen aus Horn oder Holz. An solchen Griffschalen sind Abnutzungsspuren schnell sichtbar.

Andere Einhandmesser kommen eher aus dem militärischen Bereich und werden mit dunklen Metall- oder Kunststoffgriffen angeboten. Die Entscheidung für oder gegen ein Material ist – neben dem Verwendungszweck des Messers – vor allem von deinem ästhetischen Empfinden abhängig.

Das Material ist der wichtigste Faktor, auf den du achten solltest. Hochwertiges Material verstärkt die Haltbarkeit deines Messers.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] Richard Hehn, Norbert Klups: Messer, Profi-Tipps für Benutzer und Sammler, Motorbuch, Stuttgart, 2001.

[2] https://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/__42a.html

Bildquelle: Pixabay.com / HOerwin56

Warum kannst du mir vertrauen?

Daniela Peters
Daniela hat nach einer erfolgreichen Kochausbildung mehrere Jahre in Köchin gearbeitet und kam in Japan in Kontakt mit der Messerkunde. Heute ist sie selbst Ausbilderin von angehenden Köchen und besitzt selbst mehr als 20 professionelle Küchenmesser.